Künstler
Ich bin Dietmar Dransfeld – Jahrgang 1970. Meine Musik beginnt nicht im Lehrbuch, sondern im Ohr: Modern Piano trifft cineastische Soundscapes, getragen von Klangflächen, Harmoniefolgen und viel Raum zum Atmen.
Ich bin kein „klassisch ausgebildeter Pianist“ im akademischen Sinn. Was ich bin: Autodidakt, Klangsucher, Komponist im heutigen Verständnis – jemand, der Stücke nicht am Schreibtisch konstruiert, sondern sie am Instrument findet. Meine Kompositionen entstehen aus Improvisation, aus wiederholtem Hören, Formen, Verfeinern. Und ja: Ich produziere meine Musik selbst – mit dem Anspruch, dass Atmosphäre nicht zufällig passiert, sondern gestaltet wird.
Mein Zugang zur Musik war von Anfang an instinktiv. Mit sechs Jahren habe ich auf einer kleinen zweioctavigen Mini-Orgel Melodien aus dem Radio nach Gehör nachgespielt. Mit acht begann der Klavierunterricht – und rückblickend war das paradoxerweise die Zeit, in der ich zwar viel am Instrument war, aber kaum das klassische Handwerkszeug lernte. Ich spielte weiter nach Gehör, improvisierte, und entwickelte genau dadurch etwas, das bis heute bleibt: das Vertrauen darauf, dass Musik zuerst im inneren Hören entsteht. Über viele Jahre entwickelte ich autodidaktisch meine eigene Klangwelt: durch Hören, Ausprobieren und stetiges Verfeinern.
Parallel dazu hat mich früh eine zweite Welt geprägt: klassische Instrumentalmusik. Mit zehn Jahren kaufte ich mir kleine Klassik-Hefte mit Kassette – Beethoven und Mozart sind mir besonders präsent. Mich faszinierte Musik ohne Text, die allein durch Klang und Struktur erzählt. Deshalb kommen auch meine eigenen Veröffentlichungen konsequent ohne Lyrics aus. Bis heute höre ich überwiegend Instrumentalmusik – geprägt von „alter“ Klassik (Beethoven, Bach, Händel, Mozart, Pachelbel) und elektronischen Klangwelten.
Um das Jahr 2000 kam dann der nächste entscheidende Schritt: Ich wollte nicht nur spielen, sondern verstehen, wie Musik gebaut ist – wie Harmonien funktionieren, wie Spannung entsteht, wie aus einer Idee ein Stück wird. Ich kaufte mir ein Keyboard und nahm wieder Unterricht, diesmal sehr bewusst mit dem Ziel, Komposition und Harmonielehre zu vertiefen. Mein Lehrer, hat diese Phase geprägt: Harmonielehre, Struktur, musikalisches Denken. Diese zweieinhalb Jahre waren ein Fundament. Als ich nach München zog, endete der Unterricht, aber das Gelernte arbeitete weiter – und floss direkt in die Stücke ein, aus denen später Prismatic Lights und Experience wurden.
Geprägt haben mich damit zwei Welten, die für mich selbstverständlich zusammengehören: die Weite und Energie elektronischer Klangsprachen, wie ich sie früh bei Jean-Michel Jarre entdeckt habe, und die Tiefe „alter“ klassischer Musik – besonders dort, wo Harmonie und Dynamik wirklich erzählen. Aus dieser Mischung entstand über die Jahre meine Handschrift: intuitiv beginnen, strukturiert weiterdenken – bis aus einer Stimmung eine Form wird.
Seit 2000 entwickle ich mein Studio kontinuierlich weiter und produziere mit einem hohen Anspruch an Klangästhetik und Detail. Einige meiner Stücke durfte ich 2004 erstmals live in der Kaiserpfalz Paderborn spielen. Heute arbeite ich an neuen Kompositionen, die die Geschichte in „Milestones“ weiterführen – Musik, die nicht laut sein muss, um präsent zu sein.
Musiklabel
PrismatiX ist das Zuhause meiner Musik – und die Konsequenz aus einer sehr klaren Entscheidung: Wenn es keinen Platz gibt, schafft man ihn selbst. Über Jahre habe ich komponiert, produziert und Demos verschickt – und schließlich Rückmeldungen von Plattenfirmen bekommen, dass das nicht in ihr Programm passe. Als ich nach drei Monaten in Malmö nach München zurückkam und die letzten Absagen im Briefkasten lagen, war für mich der Punkt erreicht: Ich gründete mein eigenes Label – nicht als theoretische Marke, sondern als verbindlicher Rahmen für Veröffentlichungen.
Der Name PrismatiX hat eine sehr konkrete Herkunft: Im Physikunterricht hat mich als Jugendlicher der Prismenspektrograph fasziniert. Er zeigt, dass weißes Sonnenlicht ein ganzes Spektrum ist – und dass ein Prisma es durch Lichtbrechung und Dispersion in seine Farben auffächert. Diese Verbindung aus naturwissenschaftlicher Struktur und der Ganzheitlichkeit, die ich u. a. auch in Goethes Blick auf Farbe wiederfinde, wurde zum Kern der Marke: In der Bildmarke wird das Spektrum im Wort „Prisma-tiX“ aufgegriffen – als leiser Hinweis darauf, dass sich das Ganze aus vielen Teilen zusammensetzt, die zusammen eine eigene Welt ergeben. Ziel von PrismatiX ist die Produktion und Vermarktung dieser Musik – als unabhängiges Künstlerlabel für einen einzigen Künstler: mich.